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Mein Name ist Genion. Ich denke, es ist an der Zeit, euch etwas von meinem Voltileben zu erzählen. Am 26. April 1995 wurde ich geboren. Mein stolzer Papa ist der erfolgreiche Hengst Gaspari II. Ob er mir auch meine Größe vererbt hat, weiß ich aber nicht genau. Ich bin nämlich mit 1,87 m mit Abstand der größte auf der Koppel. Dort kann ich damit vor allem die Stuten beeindrucken. Aber auch auf Menschen habe ich eine faszinierende Wirkung. Wenn sie an mir vorbeigehen, kann man oft den Satz hören: „ Man ist das ein Riese!“
Im Alter von fünf Jahren bin ich nach Krumke gekommen, und habe dort erste Erfahrungen mit dem Voltigieren gemacht. Nach gutem Zureden von Frau Schulze habe ich mir diese komischen Übungen auf meinem Rücken auch gefallen lassen, aber nicht ohne vorher ein paar Späße mit meinen Voltis zu treiben. Eigentlich war ich in Krumke nur zum Ausprobieren, denn ich sollte später verkauft werden. Aus mir bisher unerklärlichen Gründen wollte mich aber niemand haben. So blieb ich in Krumke und erwies mich als wahrer Glücksgriff.
Mein erstes Turnier bewältigte ich mit der D-Gruppe. Dort konnte ich die Voltis und Frau Schulze endgültig von meinem begnadeten Voltitalent überzeugen, denn ich drehte meine Runden wie ein alter Hase. Doch beim zweiten Turnier war ich etwas aufgeregter, weil mir dort einiges Furcht einflößend vorkam, und ich lief nicht ganz so problemfrei.
Nichts desto trotz bin ich seit 2001 das Pferd für die A-Gruppe, und erledige meinen Job immer zuverlässig. Viele sagen, dass ich wie eine Maschine laufe, weil ich immer so gleichmäßig galoppiere, egal ob in Pflicht oder Kür. Daher ist meine Pferdenote auch oft höher als die Noten der Voltis. Dennoch ist es gar nicht so einfach mich zu longieren, wie es für viele immer scheint, denn ich benötige schon einige Hilfen und besonders viel Aufmerksamkeit von meiner Longenführerin. Aber für die Extraportion Hafer streng ich mich natürlich immer besonders an.
Nach einer längeren Voltipause oder wenn mir eine Übung in der Kür nicht gefällt, kann ich aber auch schon mal mein zartes Hinterteil in die Lüfte werfen. Meine Voltis müssen sich dann etwas anderes ausdenken. Ansonsten bin ich aber sehr friedfertig.
Das einzige, was mich am Turniersport stört, ist das Hängerfahren. Meistens mach ich zunächst einen Rückzug und stehe erst nach dem zweiten Versuch auf dem Hänger. Dieser ist aber auch wirklich eng bei meiner Größe. Daher müssen meine Mitfahrer manchmal leiden, denn ich knabbere während der langweiligen Fahrt dann an ihnen herum. Aber wenigstens das Heu schmeckt zu zweit einfach besser.
Beim Putzen bin ich außerdem sehr kitzelig, und das Nachgurten mag ich auch nicht besonders. In meiner Freizeit stehe ich mit meinen Kumpels am liebsten auf der Koppel und wir spielen zusammen. Dann ist um uns herum oft nur noch eine riesige Staubwolke zu sehen.
Mit meiner Gruppe war ich in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Wir sind beispielsweise mehrmaliger Landesmeister, Sieger des Hippologicacups 2002 und 2003 und konnten bei der Deutschen Meisterschaft 2004 den fünften Platz erreichen. Dort sagte Tim Randy Sia über mich: „Genion ist mit Abstand das beste Gruppenpferd!“ Darauf bin ich sehr stolz.
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